Langsamkeit

Mae West: „Wenn es wert ist, getan zu werden, dann ist es wert langsam getan zu werden!“

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Geschwindigkeit scheint der alles bestimmende Faktor unserer Zeit zu sein. Als „gut“ gilt, wer als erster ans Ziel kommt oder was im Handumdrehen gelingt. Alles muss schnell gehen, von der Fortbewegung über die Kommunikation mit Internet, Telefon oder Handy bis hin zum Essen. Wir sind dermaßen daran gewöhnt, alles möglichst ohne Verzögerung zu bekommen und zu erledigen, dass Langsamkeit schon einen negativen Beigeschmack bekommen hat. Mit Langsamkeit assoziieren wir Langeweile, Begriffsstutzigkeit, Trägheit, Dummheit, nervendes Warten und vieles mehr.

Lern- und Entwicklungsprozesse sind jedoch nicht im Handumdrehen zu vollziehen. Es ist sogar umgekehrt: Schnelligkeit und Eile oder gar Hast stehen ihnen im Wege oder verhindern sie gänzlich. Wann immer wir etwas Neues lernen, ist Langsamkeit eine unabdingbare Voraussetzung.

Selbstverständlich ist die Fähigkeit, Dinge schnell tun zu können, im Alltag unerlässlich und wunderbar. Es ist aber wichtig, zu wissen, dass wir nur das schnell tun können, was wir bereits häufig getan haben und gut kennen. Das Gehirn funktioniert dabei automatisiert und benutzt tief eingeprägte Muster. Es gibt keinen Platz für Neues.

Hingegen, wenn wir etwas sehr langsam tun, erregen wir die Aufmerksamkeit des Gehirns und geben ihm die Chance, feine Unterschiede wahrzunehmen, neue Verbindungen zu knüpfen und den ganzen Handlungsablauf neu zu koordinieren. Langsamkeit ermöglicht es uns, zu fühlen, was geschieht und wie es geschieht, sie ermöglicht es uns, Unterscheidungen wahrzunehmen und Neues zu entdecken. Durch Langsamkeit füttern wir das Gehirn mit jenen sensorischen Informationen, die es benötigt, um optimal funktionieren und neue Bewegungs-, Gedanken- und Beziehungsmuster bilden zu können.

Da Feldenkrais-Stunden keine besondere Art der Gymnastik sind, sondern darauf abzielen, stimmige Verhältnisse für die komplexen Prozesse unserer Verhaltensteuerung zu schaffen, ist es für die Wirksamkeit der Stunden zwingend notwendig, die vorgeschlagenen Bewegungen möglichst langsam auszuführen. Dann ist es möglich, das Zusammenspiel aller Elemente, die an einer Handlung beteiligt sind, organisch zu verbessern.

Vielleicht hast du Lust, die folgenden Übungen für den Alltag auszuprobieren:

  1. Mach regelmäßig Langsamkeits-Pausen! Nimm dir beispielsweise jeden Tag eine Tätigkeit von etwa zehn Minuten vor, die du wirklich langsam ausführst! Horche dabei auf deine Gedanken, Gefühle und Empfindungen, nimm wahr wie du atmest und wo du dich anstrengst.
  2. Wenn etwas schwierig ist, nutze die Gelegenheit als Erinnerung daran, langsamer zu werden, statt dich mehr anzustrengen (wie es vielleicht deiner Gewohnheit entsprechen würde).
  3. Wenn etwas sehr schnell gehen muss, bremse dein Tempo und vermeide jegliche Hast! Das kann eine gewaltige Herausforderung für die eigenen Gewohnheiten sein, aber auch eine lohnende paradoxe Intervention, gemäß dem Sprichwort: Wenn du es eilig hast, mach langsam!
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Das Judo-Prinzip

Moshé Feldenkrais war zwanzig Jahre seines Lebens ein passionierter Judoka. Judo prägte sein Leben und seine Methode nachhaltig. Man darf ruhig behaupten: ohne Judo wäre die Feldenkrais-Methode undenkbar. Auf Deutsch heißt Judo in etwa „sanfter Weg“. Es geht in dieser Kampfkunst darum, mit seinen Kräften zu haushalten und sie so geschickt wie möglich zu gebrauchen, um eine maximale Wirkung zu erzielen.

©International Feldenkrais® Federation Archive

©International Feldenkrais® Federation Archive

Auf mich machte bei der ersten Begegnung mit der Feldenkrais-Methode ein Prinzip, das ganz offensichtlich aus dem Judo stammt, besonderen Eindruck – und es scheint mir bis heute eigentlich das Wesentlichste: Wenn du bei einer Handlung einen Widerstand oder eine behindernde Anspannung spürst, kämpfe nicht dagegen an, sondern nimm den Widerstand wahr, studiere ihn und folge ihm. Als Resultat davon verschwindet er häufig oder er verwandelt sich und es eröffnen sich neue Möglichkeiten, sich selbst wahrzunehmen, sich zu bewegen oder zu handeln.

Diese Vorgehensweise entspricht in etwa dem, was in der Psychologie als Paradoxe Intervention bekannt ist. Im Judo heißt dieses Prinzip Siegen durch Nachgeben.

Der Legende nach geht diese Idee auf den im 16. Jahrhundert lebenden japanischen Arzt Akiyama Shirobei zurück, der in China Medizin und die Kunst der Selbstverteidigung studiert hatte. Wieder in Japan, zog er sich in einen Tempel zurück. Es war Winter und es schneite außerordentlich viel. Shirobei betrachtete die Bäume und ihm fiel auf, dass viele Äste unter der Last des Schnees brachen, nur die Äste des Weidenbaums waren elastisch genug, um nachgeben zu können und den Schnee abgleiten zu lassen. Auf Grund dieser Beobachtung soll Shirobei das Prinzip des „Ju“ – des Nachgebens – in die Kampfkunst eingeführt haben. Pauschal gesagt, geht es darum, einen Angreifer zu bezwingen, indem man nachgibt und mit dessen Kraft mitgeht, um sie unschädlich zu machen.

Moshé Feldenkrais benutzte dieses Prinzip als Grundlage für seine Methode. In der Einzelarbeit Funktionale Integration wird nichts erzwungen. Man geht immer mit dem, was da ist, unterstützt das vorhandene Bewegungsmuster, nimmt dessen Richtung auf und leitet sie in neue, ungewohnte Bahnen um und sucht viele alternative Wege für sie. Der Feldenkrais-Trainer Dennis Leiri nannte diese Strategie: „Für das Symptom argumentieren“.

Das Prinzip des Nachgebens hat natürlich nicht nur für die Arbeit mit dem Körper Gültigkeit, Es kann eine umfassende Dimension gewinnen, wenn man es auf sein ganzes Leben anwendet. In einer häufig zitierten Aussage erhebt Moshé Feldenkrais dieses Prinzip zu einer Handlungs-Maxime und einem Ausdruck höchster Lebensweisheit: „Finde deine wahre Schwäche und kapituliere vor ihr. Darin liegt der Weg zum Genie. Die meisten Leute verbringen ihr Leben, indem sie ihre Kraft damit vergeuden, ihre Schwächen zu überwinden oder zu verdecken. Jene Wenigen, die ihre Kräfte nutzen, um ihre Schwächen zu verkörpern, die sich selbst nicht spalten, sind sehr selten. Es gibt in jeder Generation ein paar davon und oft führen sie ihre Generation an.“  

Auf das eigene Leben übertragen: Was bedeutet das für dich selbst? Die Antworten darauf müssen immer wieder neu gefunden werden. Wenn  man ihnen folgt ergibt sich daraus ein lebenslanger Weg.

Hingabe

Was ist der Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen? Was sind typische Qualitäten bei kleinen Kindern? Ein paar spontane Assoziationen ergeben bereits eine lange Liste:  Kinder sind neugierig und bereit Dinge auszuprobieren, sie bewegen sich sehr viel und sehr gerne, sie sind spontan, spielerisch, oft angstfrei, nicht zu stoppen, ganz und gar bei der Sache, begeistert, enthusiastisch, total präsent… diese Aufzählung könnte noch ziemlich lange so weiter gehen.

Die genannten Qualitäten sind bei Erwachsenen oft eingeschränkt, blockiert oder verschüttet. Dabei sind es genau diese Eigenschaften, die unser Gehirn benötigt, um seinen Job gut zu machen!

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Anat Baniel – eine langjährige Schülerin von Moshé Feldenkrais – sagt, wir müssen als Erwachsene den Lernschalter wieder einschalten! Natürlich gibt es in unserem Gehirn nicht wirklich einen Schalter, aber das Gehirn kann in zwei verschiedenen Funktionsweisen arbeiten: in einem Lernzustand oder in einem Nicht-Lernzustand. Als wir kleine Kinder waren, befand sich unser Gehirn in einem Lernmodus, der fast immer eingeschaltet war, wenn wir wach waren. Alles was geschah, jede Erfahrung die wir machten, veränderte uns, da wir mit allen Sinnen bei der Sache waren, uns faszinieren ließen und uns allem, womit wir beschäftigt waren, mit Haut und Haar hingaben. So war unser Gehirn in der Lage, die Informationen aufzusaugen, die es brauchte, um optimal arbeiten zu können.

Aufgrund von häufiger Wiederholung, Drill, Alltagsstress und Gewohnheiten im Denken, Fühlen und Handeln, tendieren wir als Erwachsene dazu, den Lernschalter immer häufiger auszuschalten oder sein Volumen herunter zu dimmen. Dann kann eine Menge passieren, ohne dass wir das Geringste daraus lernen.

Die Feldenkrais Arbeit zielt auf einen organischen Lernprozess, der persönliche Veränderung mit sich bringt. Dies kann nur geschehen, wenn wir uns im Lernmodus befinden und uns auf die vorgeschlagenen Bewegungsexperimente mit gesteigerter Neugierde und mit Hingabe einlassen. Um organisch zu lernen, müssen wir jeden Moment als einzigartig betrachten. Diese Erfahrung ist in gewisser Weise sehr intim, da sie verlangt, uns mit unserem ganzen Selbst einzubringen, mit all unseren Gedanken, unseren Überzeugungen und der Art wie wir fühlen und uns bewegen – letztlich auch mit unserer ganzen Verletzlichkeit. Wenn wir uns darauf einlassen, machen wir mit unserem Gehirn etwas qualitativ anderes, als wir normalerweise tun! Statt ihm etwas  aufzuzwingen, gestatten wir ihm, etwas Neues zu erschaffen! So ermöglichen wir, dass uns die gemachten Erfahrungen transformieren können und wir uns entwickeln.

 

 

 

Michael Merzenich, Mitgründer von Posit Science und Pionier auf dem Gebiet der Gehirnplastizität über Hirnforschung, Lernen und die Feldenkrais-Methode

Der Neurowissenschaftler Dr. Michael Merzenich spricht darüber, dass er schon seit langem den Ansatz von Feldenkrais zu schätzen weiß und sich selbst bei der Arbeit mit Patienten, die sich von schweren Einschränkungen erholen, auf ähnlich Prinzipien stützt. Er betont die Wichtigkeit von Variationen: Das Gehirn kann nur lernen und gut funktionieren, wenn es durch eine Vielzahl von Herausforderungen, von Möglichkeiten, von Bewegungsvariationen stimuliert wird. Das Gehirn braucht bestimmte Bedingungen, die es ihm erlauben, die Aufgaben, die man ihm stellt, optimal zu lösen. Dazu gehört, dass das Gehirn am besten funktioniert, wenn ihm ein Problem immer wieder aus einer anderen Perspektive präsentiert wird, wenn folglich eine Aufgabe aus allen nur denkbaren Richtungen angegangen wird. Ebenfalls entscheidend für erfolgreiches Lernen ist die Tatsache, dass das Gehirn sich nur verändert, wenn ihm etwas wichtig erscheint. Das heißt, wir brauchen echte Motivation, bei dem, was wir tun und lernen wollen. Wir müssen uns engagieren und auf die Aufgabe einlassen, wir müssen unsere Aufmerksamkeit fokussieren und bewusst erleben, was mit uns geschieht. Das sei tatsächlich eine neurologische Angelegenheit, weil das Maß der Motivation darüber bestimmt, welche Neurotransmitter ausgeschüttet werden! Wir können uns über die Möglichkeit von Veränderung bewusst sein oder eben nicht. Und diese Bewusstheit macht einen Unterschied bezüglich dessen, was heraus kommt. In Feldenkrais-Stunden wird damit konkret gearbeitet. Zudem hebt er den spezifisch feldenkraisischen Ansatz hervor, alle vorgefundenen Einschränkungen und Schwierigkeiten zunächst einmal voll und ganz anzunehmen und als Basis zu nutzen, um Entwicklungs- und Verbesserungsmöglichkeiten zu entdecken, und sie dann im Einklang mit der ganzen Person zu fördern. Sein Fazit: „Es liegt viel Weisheit in der Entstehungsgeschichte dieser Methode“.

Bewusstheit durch Bewegung

In diesem kurzen Video von Andrew Dawson siehst du eine Bewegungssequenz „Bewusstheit durch Bewegung“, die mit Hilfe einer Spiralbewegung vom Liegen ins Stehen führt .

Das lässt sich leicht nachmachen!

„Leg dich auf den Boden. Lass deinen Arm langsam auf dem Boden über den Kopf gleiten und roll dich dabei auf die Seite und auf deinen Ellbogen. Geh auf dem gleichen Weg wieder zurück. Mach eine Pause. Wiederhole die Bewegung viele Male. Erforsche den Ablauf achtsam, sorgfältig, spielerisch. Mache wieder eine Pause. Forsche weiter und mach den Ablauf immer fließender, leichter und eleganter…“ – Viel Spaß dabei!

Achtsamkeit

Alles, was wir tun, fühlen, denken und lernen hat seine Wurzel in Bewegung! Moshé Feldenkrais formulierte sehr radikal: „Bewegung ist Leben. Ohne Bewegung ist Leben undenkbar“ und führende Neurobiologen sagen, Bewegung sei die Sprache des Gehirns.

Es gibt allerdings zweierlei Arten, sich zu bewegen: Automatisierte Bewegung und Bewegung, die mit Achtsamkeit ausgeführt wird. Diesen Unterschied zu verstehen, kann der Schlüssel sein, um Einschränkungen, Schwierigkeiten und zuweilen sogar Schmerzen zu überwinden.

DSCN8051Beide Arten von Bewegung sind wichtig und lebensnotwendig. Automatisierte Bewegung erlaubt es uns, viele Handlungen des täglichen Lebens auszuführen wie beispielsweise zu gehen, zu sprechen, zu kochen, zu schreiben, Auto zu fahren und Unzähliges mehr. Wenn wir jedoch Schwierigkeiten überwinden, bestehende Bewegungsgewohnheiten verändern oder eine neue Fertigkeit erlernen wollen, müssen wir unsere volle Aufmerksamkeit auf die Qualität der Bewegung richten und auf das sensorische Feedback horchen, das von den peripheren Rezeptoren in den Gelenken, den Faszien, den Muskeln und der Haut zurück ans zentrale Nervensystem gesendet wirdBewegung „einfach nur so“, ohne auf die Ausführung zu achten, hat wenig Wirkung, wie neuro-wissenschaftliche Untersuchungen zeigen. Je automatischer Bewegungen ausgeführt werden, desto weniger können sie den natürlichen Drang des Gehirns nach Entwicklung befriedigen. Wenn wir in Schwierigkeiten sind und uns einfach drauflos bewegen, können wir uns sogar noch viel mehr in Schwierigkeiten bringen.

Wenn wir uns hingegen nur ein paar Sekunden Zeit nehmen und anfangen, auf das zu achten, was wir tun, und fragen: Wo befinden sich die Füße, was machen die Wirbelsäule, die Rippen, der Kopf etc. dann beginnt ein völlig anderer Prozess im Gehirn. Wenn wir dies tun, beginnt unser Gehirn tatsächlich sehr schnell, unzählige neue Verbindungen zu knüpfen und damit neue Bewegungsmöglichkeiten zu generieren. Das menschliche Gehirn organisiert sich buchstäblich mittels Bewegung und die, durch Achtsamkeit gewonnenen, sensorischen Informationen dienen dabei als Treibstoff. Diese Veränderungen der Hirnaktivität können schnell zu klarerem Denken, leichteren Bewegungen, weniger Schmerz und wirkungsvolleren Handlungen führen. Mit einem so systematischen Vorgehen, wie es die Feldenkrais-Methode ermöglicht, können sogar allmählich Handlungen möglich werden, die wir früher für unmöglich gehalten haben.

Das Prinzip „Bewegung + Achtsamkeit“ kann auf jede beliebige Bewegung angewandt werden, sei es im Alltag bei Routinetätigkeiten wie Staubsaugen, Zähneputzen oder Abwaschen, sei es beim Training einer Sportart, beim Yoga oder sogar beim Workout.

Probiere es aus!

 

Acht Schlüssel-Prinzipien der Feldenkrais-Methode

Die Wirkungsweise der Feldenkrais-Methode beruht darauf, dass wir anhand von Bewegung mit dem Gehirn interagieren und es dazu anregen, neue Muster zu bilden. Wir nutzen in der Feldenkrais-Methode Bewegung, aber im Gegensatz zu vielen anderen Methoden, benutzen wir sie nicht mit der Absicht, Muskeln zu dehnen oder zu trainieren, sondern Veränderungen im Gehirn herbei zu führen. Es gibt einen natürlichen Drang des Gehirns sich zu entwickeln und immer präziser, wirksamer und angemessener mit der Umwelt zu interagieren. Dieser natürliche Prozess wird heute unter dem Begriff Neuroplastizität immer bekannter: Die Fähigkeit des Gehirns, jederzeit neue Verbindungen zu knüpfen – seine eigentliche Aufgabe ein Leben lang.

Acht-Arbeitsprinzipien für Bewusstheit durch Bewegung

Acht-Arbeitsprinzipien für Bewusstheit durch Bewegung

Damit das Gehirn seine Arbeit gut verrichten kann, müssen wir es mit den entsprechenden Informationen versorgen. Wenn wir die folgenden acht Schlüssel-Prinzipien in Verbindung mit Bewegung anwenden, beliefern wir es mit jenen sensorischen Informationen, die es benötigt, um aufzuwachen, zu wachsen und neue Bewegungs-, Gefühls-, Denkmuster zu bilden. Dadurch können wir allmählich gewohnheitsbedingte Einschränkungen und Schmerzen überwinden sowie das Spektrum der individuellen Handlungsfähigkeit erweitern und verfeinern. Darüber hinaus entwickeln wir die nötigen Mittel, um unsere natürliche Beweglichkeit bis ins hohe Alter zu erhalten.

Moshé Feldenkrais nannte seine Gruppenarbeit »Bewusstheit durch Bewegung«. Bewusstheit ist unsere Fähigkeit, zu wissen, dass wir wissen, unsere Fähigkeit, uns selbst zu beobachten. Bewusstheit ist ein essentieller Grundbaustein für Selbsterkenntnis und unverzichtbar für wirkliches, tiefgreifendes Lernen. Wenn wir ohne Bewusstheit handeln, handeln wir automatisch und wissen manchmal nicht einmal, dass wir etwas tun. Aber,frei nach Moshé Feldenkrais: Nur wenn wir wissen, was wir tun, können wir tun, was wir wollen. Es ist wie eine Landkarte – unsere eigene innere Lebenslandkarte.

Wenn wir diese Arbeitsprinzipien auf unsere Bewegungen anwenden, erreichen wir genau dies: Bewusstheit durch Bewegung.

In den nächsten Monaten werde ich auf dieser Seite die einzelnen Prinzipien näher vorstellen. Klicke in der Kategorien-Wolke auf Arbeitsprinzipien, um weitere Artikel zu dem Thema zu finden.